Glaube/Aberglaube/Spirit

Der Glaube in Ghana wird nicht nur anders gelebt, sondern setzt sich auch anders zusammen. Neben den christlichen Glauben gesellt sich der, so wie es hier genannt wird, „Spirit“. Ghana bzw. Afrika ist nicht so verwissenschaflicht wie der Westen, hier glaubt man noch an übersinnliche Kräfte. Unser Dada erzählt hin und wieder Geschichten, in denen er Spirit vorkommt. Für mich sind sie, auf jeden Fall waren sie das zu Anfang, schwer zu greifen und zu verstehen, weil die Fälle ein wenig wie Märchengeschichten klingen, teilweise sehr abstrus, befremdlich und kaum zu glauben.

Beispiel:

Ein Mädchen lernt einen Jungen kennen. Eines Tages bietet dieser ihr Fleisch an. Nachdem sie davon gegessen hat, erzählt sie überall herum, dass ihre Eltern sie umbringen wollen. Die Eltern sind gut mit unserem Haus befreundet und wollen für das Mädchen nur das beste. Der Junge hat also das Fleisch manipuliert, so dass der Spirit auf das Mädchen übergegangen ist. Der Fall ging sogar bis vors Gericht. Hier kann man als Angeklagter versuchen, den Richter zu manipulieren, indem man einen kleine Ast oder ähnliches so ausrichtet, dass dieser beim Betreten des Richters den Richter irgendwie berührt. Daraufhin steckt der Angeklagte dieses Medium in den Mund. Das hat zur Folge, dass der Richter die Gedanken des Angeklagten annimmt. In dem beschriebenen Fall war der Richter zum Glück christlich, wobei stark an Gott glaubend, und somit resistent gegen dies Art von Angriff.

Vor ein paar Tagen erzählte auch ein junger Mann in meinem Alter, als wir überlegten, die technischen Geräte in der Kirche zu lassen, obwohl diese nicht abzuschließen geht, dass das kein Problem sei. Die Leute hätten hier Angst vor Verfluchung. Wenn sie nämlich ein Gerät stehlen, kann man dieses Gerät als Medium benutzen, um den Dieb zu manipulieren/verfluchen oder was auch immer. Der junge Mann, durchaus ein Durschnittsghanaer, aus Kumasi (Süden) stammend, erzählte auch, dass diese Spirits/Bräuche/Gaben hier im Norden ausgeprägter seien, als im Süden.

Die Spirits sind, soweit ich das begriffen habe, teuflisch und können mittels starker, intensiver und teilweise langer Gebete ausgetrieben werden. Dafür ist dann Dada zuständig, der mindestens eine Begleitperson aus seiner Kirche braucht. Da sich die Leute hier aber in der Regel häufig zum Beten treffen, können oft stärkere Kräfte, da viele Personen beteiligt, wirken.

Das mag für uns Europäer sehr abstrus und eventuell auch lächerlich wirken. Man weiß nicht, wie man reagieren soll, könnte das belächeln. Aber für die Leute hier ist das eine sehr ernsthafte und traditionelle Angelegenheit, die als gegeben betrachtet wird.

In den meisten Fernsehfilmen wird dieser Glaube übrigens verarbeitet, weil er einfach zum Leben hier dazugehört. So lösen sich manchmal Personen plötzlich in Luft auf, Menschen verändern sich schlagartig und verfolgen nur noch ein, meist böses Ziel, Menschen werden vom Teufel getrieben, Menschen verfluchen andere, die dann Schmerzen spüren, verbrennen oder sonstiges und vieles mehr.

Krankheiten wie Depressionen oder epileptische Anfälle sind hier eher unbekannt und werden meiner Meinung nach, soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann, manchmal mit Verteufelungen/bad spirits gleichgesetzt.

PS: Alle Angaben ohne Gewähr.

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Waisenhaus bzw. Orphans and Vulnerable Children Centre

Eines der großen Projekte, auf das seit geraumer Zeit mit vereinten Kräften hingearbeitet wird, ist das Waisenhaus neben unserer Schule. Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich auf die inhaltlich korrektere englische Bezeichnung „Orphans and Vulnerable Children Centre“ hinweisen, denn hier werden nicht nur Voll- und Halbweisen untergebracht, sondern auch Kinder, die benachteiligt sind, zum Beispiel, wenn die Eltern an HIV/AIDS erkrankt sind und ihre Kinder auf Grund dessen nicht genügend versorgen können. Man könnte als Deutscher nun einwenden, dass diese Kinder gar keine richtigen Waisen und deshalb vielleicht gar nicht hilfsbedürftig seien. Aber unter ghanaischen Umständen, vor allem hier im Norden, sind sie das gewiss. Wir leben hier in einer der ärmsten Regionen Ghanas, und nicht selten haben sogar Familien, wo beide Elternteile noch leben, damit zu kämpfen, ihre Kinder anständig zu ernähren, geschweige denn, ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen. Kinder büßen oft einen Großteil ihrer Kindheit dadurch ein, dass sie zum Beispiel Wasser holen, Feuerholz sammeln, kochen, waschen, sich um die Geschwister kümmern, „farming“ betreiben oder etwa Tomaten auf dem Markt verkaufen müssen. Für eine Schulausbildung bleibt da manchmal keine Zeit! Das sich im Aufbau befindende, nennen wir es Kinderhaus, soll dem ghanaischen Nachwuchs die Chance auf Bildung und verlässlicher Erziehung geben sowie die Möglichkeit zur Selbstentfaltung. Das Projekt wird zunächst mit zehn Kindern gestartet, die größtenteils Halbweisen sind. Wenn sich die Dinge eingependelt haben und die Einrichtung gut läuft, werden noch mehr Kinder aufgenommen. Die Einweihung soll Anfang Mai stattfinden. Bis dahin gilt es noch, einiges zu schaffen. Das Gebäude steht bereits, gestrichen ist es auch schon, allerdings malen wir Freiwilligen gerade noch einige Motive von außen und innen an die Wände (macht sehr großen Spaß!). Heute wurde abgemessen, wo die sanitären Anlagen errichtet werden sollen genauso wie die Kochgelegenheit. Ab Juni wird es dann auch hoffentlich Strom geben – den Mai über müssen die Bewohner ohne auskommen. Becky und mir ist vor ein paar Tagen auch aufgefallen, dass überhaupt keine Steckdosen oder Lampen eingebaut wurden….das wird dann nachträglich gemacht, wenn das Geld dazu da ist (tja, Ghana ist immer wieder für Überraschungen gut). Aus Deutschland wird gerade ein Containerschiff losgesandt, der Schlafgelegenheiten und anderes für die Kinder geladen hat. Bis dahin werden die Kinder auf Matten schlafen (ist hier aber nichts Ungewöhnliches). Desweiteren brauchen wir dann ganz dringend Dinge für den Alltag, wie Geschirr, Eimer zum Baden etc. Im Moment ist das Geld wieder sehr knapp. Spenden werden dankbar angenommen!! Und wer sich für eine Patenschaft interessiert, der kann sich entweder an mich oder direkt an die Kinderhilfe Westafrika wenden. Da wir und die nächsten Freiwilligen die Kinder mit betreuen werden, gibt es für sozusagen einen direkten Draht zu dem Patenkind. 

Hier werden sich die Kinder wohlfühlen.

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Europäer haben Uhren, Afrikaner haben Zeit oder: Die Kunst des Müßiggangs.

 „Wir Europäer haben es verlernt, mit der Langsamkeit umzugehen. Wir können nicht fünf Stunden unter einem Baum verweilen, ohne Beschäftigung, ohne Zerstreuung, ohne Lektüre. Wir sehen die Sanduhr rieseln, gähnende Langeweile oder nervöse Unruhe befallen uns.“

Zutreffend, wenn man bedenkt, dass alleine schon wir Freiwilligen insbesondere zu Anfang unbedingt eine Beschäftigung wollten. Nichts zu tun? Unmöglich! Wir sind doch hier, um etwas zu schaffen, nicht, um nichts zu tun…

Auf der einen Seite ist es unheimlich erleichternd, dass einem im Gegensatz zu Deutschland kein Leistungsdruck gemacht wird. Auf der anderen Seite ist es manchmal schwer, zumindest war es das zu Anfang, wenn nicht genügend Arbeit da ist. Wenn man nicht das erreicht, was man sich erhofft hatte. Wenn es nichts zu tun gibt, keine festen Arbeitszeiten und auch wiederum kein Feierabend. Es gibt Zeiten, da dümpelt man über Stunden oder Tage so vor sich her, und dann, ganz plötzlich, müssen tausend Dinge erledigt werden, am besten gleichzeitig und innerhalb von kürzester Zeit. Da steigt dann der Adrenalinspiegel um ein Vielfaches und man fragt sich, warum nun so ein Stress gemacht wird…

Mit der Zeit wird hier also anders umgegangen. Generell lassen sich die Menschen gerne Zeit. Man muss oft warten und sich gedulden. Zum Beispiel weiß man nie genau, wann das Tro-Tro (Kleinbus) fährt. Man stellt sich einfach an die Haltstelle und wartet. Wenn eins kommt, setzt man sich rein. Es fährt erst los, wenn jeder Platz besetzt ist. Das kann sich dann schon mal um ein paar Stunden ziehen. Mittlerweile macht es mir nichts mehr aus, eine Stunde auf den Bus zu warten. Wenn es dann zwei oder drei Stunden werden, werde ich doch ungeduldig. Aber eine Stunde Wartezeit ist voll okay.

Die Einstellung der Ghanaer zu Zeit zu verstehen, bleibt ein schwieriges Unterfangen. Manchmal bedeutet 8h gleich 10h, manchmal bedeutet 8h aber auch 7.55h. Es gibt wichtige und weniger wichtige Dinge, deren Einschätzung sich aber von unserer Wahrnehmung unterscheiden können. Manchmal müssen Dinge sofort erledigt werden, etwa, wenn Mama etwas anordnet. Da springen ihre Jungs gleich. Verabredungen werden manchmal eingehalten, manchmal nicht. Zu Anfang sagte man uns, das die vereinbarte Zeit die Zeit ist, zu der man sich fertig macht und aufbricht und nicht die Zeit, zu der man sich trifft. Zur Regenzeit hieß es auch oft: „Ach so, wenn es regnet, fällt der Termin aus.“ Denn wie soll man bei starken Regenfällen von a nach b kommen, wenn man keinen Regenschirm oder Regenklamotten hat, geschweige denn ein Auto. Das leuchtet ja noch ein. Aber wann afrikanische und wann europäische Zeit angesagt ist, ist mir noch oft ein Rätsel. Aber: je wichtiger ein Anliegen, umso pünktlicher die Menschen.

Bewundernswert in diesem Zusammenhang finde ich auch die Bäckereifrauen. Obgleich sie einen Job zu erledigen haben, sitzen sie den ganzen Tag in der Bäckerei und warten oftmals abends sehr lange, bis das letzte Brot gebacken ist. Ich für meine Person bin dann hin und wieder schon ganz ungeduldig und möchte am liebsten gehen, vor allem, wenn dann auch noch unser Abnehmer mehrere Stunden auf sich warten lässt…Paradox wiederum scheint mir, wenn eine der Frauen pünktlich, aber alleine ist, und sich dann über die anderen beschwert, die zu spät kommen, obwohl diejenige in der Vergangenheit auch nicht immer pünktlich gewesen ist.

Auch zu diesem Thema möchte ich B. Grill anbringen:

„Unsere Erfahrung des Entfernungsschwundes, das blitzschnelle Überwinden des Raums durch Düsenjets, Datenautobahnen oder Liveschaltungen, kennen die meisten Afrikaner nicht. Ihr Erdteil wirkt unendlich langsam und behäbig, aber wir täuschen uns gründlich, wenn wir ihn für bewegungslos halten. […] Allerwegen begegnen uns lange Karawanen, Abertausende von Schulkindern, Bauern auf dem Weg zum Felds, Hirten mit ihren Herden, Kolonnen von Frauen, die gewaltige Lasten auf ihren Köpfen balancieren,…“

Auch für mein Afrika hier in Jirapa/Ghana trifft das größtenteils zu. Die Straßen sind ununterbrochen gefüllt von Menschen, die draußen sitzen, arbeiten, plaudern, Brettspiele oder Karten spielen, Haare flechten, nähen, weben, warten, aber vor allem laufen. Nur einige wenige besitzen Fahrräder, noch weniger Motorräder und kaum jemand ein Auto. Deshalb muss vieles zu Fuß bewältigt werden. Die Frauen, die regelmäßig Feuerholz holen müssen oder die Kinder, die jeden Tag zur Schule, die meistens außerhalb liegt, sind zu Fuß unterwegs.

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Die Krönung: Der palmengeküsste Strand von Butre

 

Ab in den Urlaub hieß es nach dem Zwischenseminar für Stina, Lena, Annika, Franzi, Becky, Betti und mich 🙂

Station 1: Der Nachtbus bringt uns über Stock und Stein und auf den noch in Plastikfolie eingetüteten Sitzen (!) von Wa nach Accra. Unser dortiges Hostel bietet neben vielen Rastafaris nicht nur köstliches europäisches Essen, sondern auch einen herrlichen Blick auf das tobende Meer.

Nicht wirklich gemütlich, vor allem nicht in der Nacht.

Mein erster Eindruck vom Süden und insbesondere von Accra war eine gewisse Überraschtheit, denn ich hatte nicht mit so viel Armut gerechnet. In meinem Kopf war bis dato der Gedanke: Armer Norden, reicher Süden. Aber gerade in und um Großstädte herum sieht man ja auch die Armut besonders, weil dort die Einwohnerdichte viel höher ist als auf dem Land. Daneben fallen die Unterschiede von Reich und Arm stärker ins Auge. Auf der einen Seite hat man nagelneue, große Autos; herausgeputzte Ghanaer; viele Weiße, viele Shops, deren Warenangebot sehr vielfältig ist; Straßen mit klimatisierten Restaurants, in denen man Burger, Pommes und Eis essen kann – auf der anderen Seite stößt man, besonders als Weiße, regelmäßig auf bettelnde Menschen; Menschen, die auf der Straße sitzen oder schlafen, die viel zu große, zerfetzte oder gar keine Kleidung tragen. Diesen Anblick ist man jedoch schon irgendwie gewohnt, hier bei uns im Norden ist es nicht viel anders. Vielmehr aufgefallen sind ist mir die Masse an Armut: die vielen klapprigen Unterstände und Wohngelegenheiten besonders um Accra herum und entlang der Küste und nicht zuletzt die Slums: aus allem, was da ist – Fetzen, Planen, Stroh, Äste – werden Unterkünfte gebastelt, eng an eng; Menschen über Menschen; Kinder über Kinder; und vor allem: Müll über Müll. Wer sich erleichtern muss, erleichtert sich irgendwo in den Müllbergen.

Dennoch konnte ich Accra genießen: das bunte Treiben, endlich mal wieder das Gefühl einer Großstadt mit vielen Freiheiten und Möglichkeiten. Besonders die Märkte und Supermärkte haben wir mitgenommen. Der Art- und Souvenirmarkt bietet allerdings ein so großartiges Angebot an Schmuck und Kunst, dass man schon gar nicht mehr wusste, was man kaufen sollte. Meine beste Errungenschaft jedoch ist eine große Trommel, die im Herbst ihren Weg nach Deutschland finden wird!!

Concentration!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Station 2: Es geht weiter nach Cape Coast, denn wir wollen unbedingt an einen richtigen Strand, um klassischen Badeurlaub zu genießen.

Mit Annika in Cape Coast

Nach Cape Coast fährt man von Accra aus weiter an der Küste Richtung Süden entlang. Hier zeigt sich im Gegensatz zum noch trockenen Norden die immergrüne Vegetation mit zahlreichen Palmen, die vereinzelt in den Horizont ragen; vielen Bananenstauden; Bäumen und Pflanzen mit überdimensional großen Blättern und einfach nur Grün, Grün, Grün!! So schön die Unterkunft in Cape Coast auch ist, so unschön ist es leider, sich am Strand aufzuhalten. Zusammen mit Franzi und Becky lockt mich das Wasser zum Schwimmen, aber zum einen ist der Wellengang viel hoch und gefährlich, als dass man auch nur ansatzweise hätte schwimmen können, zum anderen werden wir direkt begafft und als wir kurze  Zeit später wieder herausgehen, prompt fotografiert und gefilmt. Das ist mir wirklich zu blöd, so dass ich den Rest der Zeit eher in der Anlage oder in dem interessanten, kleinen Städtchen verbringe.

Station 3: Butre

Der nächsten Station eifer ich vorfreudig entgegen, denn der Reiseführer verspricht endlosen Strand, und auch von anderen haben wir nur Gutes gehört. Gegen Ende der Trotro-Fahrt biegen wir in einen Pfad ein, der quer durch den Regenwald verläuft, bedeutet: Butre liegt wohl ziemlich fern ab von der Zivilisation. Irgendwann, nachdem wir das kleine Örtchen Butre durchquert haben, lässt uns der Fahrer aussteigen. Jemand zeigt uns, wie wir zu unserer Unterkunft kommen. Wir folgen und sind sogleich hin und weg. Es scheint, als hätten wir das Paradies gefunden. Mit dem Gepäck auf dem Rücken passieren wir zunächst noch einen Steg, der uns direkt am Strand ausspuckt. Wir stapfen weiter, können uns das Grinsen nicht verkneifen und schießen schon fleißig Fotos. Hier gibt es nur Meer, Sand, Strand, Palmen und uns. Keine lästigen Beobachter, kaum andere Besucher. Unser Hostel ist dem Regenwald angepasst, man kann sogar in Baumhäusern übernachten. Uns zieht es alsbald an den Strand und wir können tatsächlich freiheitlich schwimmen gehen. Na ja, nicht ganz, denn als wir aus dem Wasser kommen, haben sich doch ein paar Kinder gefunden, die bereits die Palmen erklommen hatten und uns nun jeder eine frische Kokosnuss in die Hand drücken. Als wir den Saft getrunken und das Fruchtfleisch verzehrt haben, bringen sie den Abfall weg und verschwinden damit von der Bildfläche. Was für ein Luxus!

Der Strand von Butre

Die Urlaubstage in Butre sind gefüllt mit Faulenzen, gutem Essen, Baden, einem Tagesausflug durch den Regenwald ins benachbarte Busua, abendlichem Lagerfeuer und Trommeln sowie dem Besuch im „Green Garden“. Ein Rasta sich hier seine eigene kleine Welt geschaffen: Ein kleines grünes Grundstück mit verschiedenen Pflanzen, Bäumen, Sträuchern, kleinen Hüttchen inklusive Kreativwerkstatt mit Kunst zum Verkauf, Sitzgelegenheiten und Hängematten. Sein Chai-Tee und seine Bananenpfannkuchen sowie der Reis am Abend mit einer besonderen Sauße aus Spinatblättern, Mangos und anderem haben dem Ganzen eine ganz spezielle und zauberhafte Note gegeben.

Im Green Garden

Franzi und Becky

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Zwischenseminar

Zunächst einmal: Mein Laptop hat sich verabschiedet. Zum Glück kann ich Lenas alten übernehmen. Leider kann ich aber vorerst nicht auf meine aktuellen Aufzeichnungen zugreifen. Nun denn. Die Hälfte meiner Zeit hier in Jirapa ist bereits abgelaufen und die Zeit läuft nun irgendwie rückwärts. Eigenartig. Es gibt noch so viel zu sehen und zu tun, da wird die Zeit einfach nicht reichen. Für das Zwischenseminar sind zur Freude aller neben Torsten auch Heinke und Christin hergekommen. Insgesamt waren die Tage zusammen sehr intensiv und bewegend. Dabei hat es viel Kraft gespendet, mit Betreuern aus unserem Kulturkreis Schwierigkeiten vor Ort zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Überdies wurden wir bei Zeiten mit deutschem Essen, sprich Mars und Snickers, Vollkornbrot, Salami, Käse, Rotkohl, Würstchen, Klöße und Pudding versorgt.  Stattgefunden hat das ganze in dem hiesigen katholischen Konvent. Ein sehr friedlicher Ort, sozusagen eine Tankstelle fürs Gemüt. In mir kam sogar das Gefühl von Urlaub hoch. Irgendwann haben wir dann festgestellt, als wir mit Christin und Heinke über die Unterkunft gesprochen haben, dass die Zimmer eindeutig unter dem deutschen Standard sind und wir es nicht mal gemerkt haben. Im Gegenteil waren wir alle sehr begeistert davon, jeder ein eigenes Zimmer mit Toilette, Dusche und Spiegel nutzen zu können! Die braunen Ränder im Bad, der einfache Duschkopf, das gelbe Waschbecken, die Schimmelflecken in der Konferenzhalle, die halb heruntergefallenen Vorhänge und wer weiß, was sonst noch, das ist mir und den anderen von alleine nicht aufgefallen.

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Happy Valentine!

Das ist schon ambivalent: Obwohl hier grundlegend eher nicht aus wahrer Liebe geheiratet wird und vor der Hochzeit die Einwilligung der Eltern eingeholt und für die Braut mindestens 4 Kühe gezahlt werden müssen (so finden Hochzeiten aus Liebe hingegen nicht statt), wird doch der Valentinstag inentsiv gefeiert. Über Tag laufen alle in Rot herum und abends wird gefeiert und alle sprechen vom Valentinstag und und und…

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28.01.2011, Check die Lage

Haustiere:

Hunde: 3 Große, 1 Heranwachsender und 3 Kleine – Zwischensumme: 7

Katzen: 1 Ausgewachsene und 1 Kleine – Zwischensumme: 2

Gesamtsumme: 9


Wetter:

Die Sonne brennt. Der Wind weht. Die Nächte werden wärmer. Die Anzahl der benötigten Decken bzw. Stoffe oder was man so hat, verringert sich.

Außentemperatur tagsüber: ?. Innentemperatur Wohnzimmer: 36 Grad Celsius.

Viel trinken, um Kopfschmerz und Schwindel vorzubeugen.

 

Wäsche:

Wasser fließend. Einiges gewaschen. Hände trotzdem noch heile.  Wind und Sonne trocknen schnell. Isaac nennt es: Wash and wear.


Arbeit:

Wäschewaschen hat einige Zeit in Anspruch genommen. Strom zwischendurch ausgefallen.

ICT-Unterricht: „Schüler“ ist nicht aufgetaucht.

Bäckerei:Mit Pastor Kojo ausgemessen, wie viel und was wir für Reparturen brauchen. Benötigt werden am dringendstens neue, bessere Fliegengitter und Regale. Für morgen backen abgesagt, da morgen Stromausfall von 8h bis 16h angekündigt ist.

Text für Patenschaften noch nicht geschrieben.

 

Reparaturen:

Handy gestern reparieren lassen. Da es aber mal nass geworden ist, kann ich meinen Gesprächspartner nur schwer verstehen.

Motorrad: Heute den Platten für umgerechnet 50Cent reparieren lassen.

 

Besucher:

Franzi und Annika, Übernachtungsgäste.

 

Wechselkurs:

Habe mir sagen lassen brandaktuell über 2 Ghana!

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